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Erweiterung des Bachhauses, Eisenach

Das Geburtshaus von Johann Sebastian Bach in Eisenach ist ein einmaliger kulturhistorischer Schatz, weil noch sehr viel im Original erhalten ist. Damit das so bleibt, sollte neben das Geburtshaus ein eigenes Bachmuseum gebaut werden. Damit kann das Geburtshaus wieder als Geburtshaus besichtigt werden. Die Ausstellungen zu Johann Sebastian Bach kommen in das neue Museum.

Wie soll das neue Museum nun aussehen? Wir waren durch das historische Gebäude so beeindruckt, dass wir ihm keine Konkurrenz entgegenstellen wollten. Unser Erweiterungsbau nimmt die äußere Bauform des alten Hauses auf eine schlichte, reduzierte Art auf.

Der Erweiterungsbau wird durch zwei Richtungen bestimmt.
In der Längsachse nimmt er die Flucht des Bachhauses auf. Der primäre Baukörper des historischen Bachhauses wird in der Museumserweiterung fortgesetzt und bis an die obere Rittergasse projiziert. In seiner Hauptachse nimmt der Neubau Vorderflucht, Traufhöhe, Firsthöhe und Dachneigung auf und setzt sie über die gesamte Länge fort.

Die Querachse mit dem Eingangsgebäude übernimmt das Koordinatensystem des Platzes und bildet so die städtebaulich abschließende Raumkante. Das Eingangsgebäude springt in den Raum und markiert eindeutig den neuen Haupteingang. Gleichzeitig korrespondiert es mit dem Bachdenkmal.
Der neue Haupteingang ist schon aus großer Entfernung eindeutig ablesbar. Gleichwohl ist er zurückhaltend in der Gestaltung, um nicht mit dem historischen Eingang zu konkurrieren. Über die breite, vorhandene Freitreppe des Platzes oder über die Rampenanlage gelangt man auf die Ebene des Bachplatzes, der nun den Vorplatz zum Museum bildet.

Das Foyer gliedert sich in zwei abfolgende Bereiche. Vom Eingang aus wird man in die zentrale Kreishalle geführt, vorbei an der alles überblickenden Info. Eine breite Freitreppe führt ein paar Stufen hinauf zum Verweilbereich. Mittig und im Schnittpunkt aller Achsen soll eine Bachbüste aufgestellt werden. Die Laterne führt Tageslicht vom Dach aus in die Halle. Beim Hinaufgehen wird man am Räume kann somit flexibel verändert bzw. getauscht werden. Am Ende führt eine breite Treppe dem Hangverlauf des Geländes folgend und parallel zur Außentreppe hinunter zum Foyer.

Brief

Scope

Realisierungswettbewerb
Planung Architektur und Außenanlagen (LPh 1-2)

Facts and figures

Year

2000

Company

Sickmann&Partner GmbH